Erste Schritte

28.02.2002

Als einigermaßen erfahrener E...-User habe ich mir erstmal eine Lok BR 24, zwei Güterwaggons, Trafo, Weichen und Schienen als Neuware ersteigert. Der Gesamtpreis liegt mit 133 Euro recht günstig.

Auspacken (so klein habe ich mir das nicht vorgestellt - die Lok misst incl. Tender 82 mm), Schienen zusammenstecken (das schaffe ich nie), Probefahrt (wie kriegt man das Ding auf die Schiene?) - so einfach ist das alles gar nicht. Mittlerweile habe ich mich dran gewöhnt und  staune immer wieder über den Detailreichtum der kleinen Modelle.

E... ist bei der Zusammenstellung der Anlage sehr gute Quelle. Bisher habe ich nur  positive Erfahrungen damit gemacht. Allerdings sollte man beim Kauf der Gleise vorsichtig sein. Oft sind Schwellen beschädigt oder fehlen, wenn es sich um  gebrauchtes Material handelt. Bei Neupreisen zwischen 1,40 und 1,80 Euro sollte  man sich überlegen, ob sich ein Kauf gebrauchter Ware überhaupt lohnt. Beim Steigern über E... sollte man sowieso immer eine gültige Preisliste eines  günstigen Händlers dabei haben. Oft übersteigen die bei der Versteigerung  erzielten Preise incl. Versandkosten die Neupreise. Da geht hat manchmal der  Ergeiz mit dem Käufer durch.
 


Jetzt aber ab ins Spielzeug-Geschäft und weiteres Zubehör gekauft. Denkste - die großen Warenhäuser führen nur H0 oder N,  was wegen des höheren Marktanteils auch verständlich ist.

Auch bei den als Mini Club Center ausgewiesenen Händlern treffe ich auf nur mehr oder weniger freundliche, teils hilflose Verkäufer, aber kaum Ware. Manchmal erwächst der  Eindruck, ich störe als Z-Interessierter nur. Ich bereue kurzzeitig und vorübergehend, dass ich nicht Spur N gewählt habe.

Nach tagelanger Suche  endlich ein Lichtblick: Dank Internet-Recherche stoße ich auf einen Händler in Bielefeld-Sennestadt, der fast alles führt und der auch noch die günstigsten  Preise hat.

Die weniger guten Händler führe ich hier lieber nicht auf ;-) .

Burkhard Walther, Bielefeld-Sennestadt - ein empfehlenswerter Händler und Versender

Ganz wichtig:

Erstmal einlesen in  die Materie, die abgebildeten Bücher sind eine gute Grundlage zur Planung. Auf  keinen Fall sollte man ohne Konzept Material draufloskaufen, höchsten eine dieser kleinen Start-Packungen. Die sind - wenn man die Summe der Einzelteile addiert -  auch recht günstig.

Dann aber erstmal einige Wochen lesen und  planen.

Das Märklin-Buch "Spaß mit Mini Club" ist im Handel leider nicht mehr erhältlich, aber bei Ebay taucht es hin und wieder auf. Es ist sehr nett geschrieben, oft mit einem Augenzwinkern.

Das Buch von Bernhard Stein "Werkstattbuch Modellbahnbau" ist in jedem gut sortieren Buchladen erhältlich und beinhaltet sozusagen die "hohe Schule" des Modellbaus. Diese Perfektion ist vom Laien nur schwer zu erreichen, gibt aber sehr gute Impulse.

Das MiBa-Heft "Kleine Anlage Schritt für Schritt" ist direkt vom Verlag über Internet zu beziehen:
www.miba.de

Auch im Internet gibt es sehr gute Anregungen. Sehr zu empfehlen ist das Modellbahn-Portal ( www.modellbahn-portal.de ). Am meisten beeindruckt hat mich von allen Internetauftritten die Seite von Jens Wimmel. Sie motiviert mich immer wieder, weiterzumachen. Man sieht, was im Detail alles möglich ist.

Jens Wimmels Z-Seite

So entsteht während unseres Italien-Urlaubs nach reichlichem Literaturstudium der erste Gleisplan (150 cm x 80 cm) als Konzept  auf einem Stück Schmierpapier. Im Wesentlichen ist er auch so umgesetzt worden.

Während der weiteren Bauphase sind allerdings noch einige Änderungen  vorgenommen worden, insbesondere um Stromkreise sauber trennen zu könnnen.

Während des Entwurfs bin ich da noch von keiner  Sachkenntnis getrübt. Aber der kleine Schattenbahnhof oben links unter  dem Berg wird so übernommen.

So soll das laufen:

Die erste von  den vier Weichen ist in Richtung des ersten Abstellgleises gestellt. Die Lok  fährt über ein Schaltgleis, welches 3 Funktionen ausführt. Als erstes wird  die erste Weiche umsschaltet, damit der nächste Zug nicht auf den bereits  hier abgestellten Zug auffährt. Als zweites wird der Streckenabschnitt über ein Trenngleis stromlos geschaltet. Durch die Verwendung eines Universal-Fernschalters von Märklin kann das ganze dann wieder unter Strom gesetzt werden und der Zug rückwärts aus dem Abstellgleis ausfahren. Beim Rückwärtsfahren wird über das Schaltgleis (3. Schaltfunktion) die Weiche wieder so geschaltet, dass der nächste Zug einfahren kann.

Das ganze  wiederholt sich auf den anderen Gleisen mit einem Unterschied auf dem letzten  Abstellgleis. Wenn dieses besetzt ist, wird die erste Weiche vor den  Abstellgleisen so geschaltet, dass der nächste Zug nicht in den Schattenbahnhof einfahren kann und eine weitere Ehrenrunde dreht.

Da diese Weiche aber auch über ein Schaltpult manuell geschaltet werden kann, muss ich mir noch überlegen, wie ich signalisieren lasse, dass der Schattenbahnhof "voll" ist.

Eleganter wäre es natürlich gewesen, auf der einen Seite herein- und auf der anderern Seite vorwärts  herauszufahren. Vielleicht baue ich das später noch mal um, oder ich mach' das bei der nächsten Anlage anders.

... ob das wohl  funktioniert??

26.2.2003: Gleisplanänderung:

So sieht der Plan aktuell aus. Der “Schattenbahnhof” ist nun von beiden Seiten befahrbar. Insgesamt ist aber noch eine deutliche Verwandtschaft zu der laienhaften Malerei aus dem Italien-Urlaub vor gut einem Jahr erkennbar.

Der Platz lässt allerdings nur relativ kurze Züge zu. Aber das Anlagenthema wird sowieso eher ländlich sein. Für eine Lok mit 3-4 Wagen wird es reichen.

Man lernt mit der Zeit doch immer etwas dazu.

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